
Ein fliessender Übergang von drinnen nach draussen ist weit mehr als nur eine Frage des Farbschemas; er ist das Ergebnis intelligenter, funktionaler Entscheidungen.
- Hochleistungsmaterialien wie Quick Dry Foam und co-extrudiertes WPC garantieren Langlebigkeit und Wetterbeständigkeit, die über eine einzelne Saison hinausgehen.
- Multifunktionales Design in Form von Stauraum-Sitzbänken und gezielten Beleuchtungszonen schafft echten Wohnkomfort statt nur einer möblierten Aussenfläche.
Empfehlung: Investieren Sie in wetterunabhängige Funktionalität und durchdachte Details statt in rein saisonale Optik, um Ihre Terrasse ganzjährig als vollwertigen Lebensraum zu nutzen.
Die Vorstellung, die Grenzen zwischen dem gemütlichen Wohnzimmer und der sonnigen Terrasse aufzulösen, ist für viele stilbewusste Hausbesitzer der Inbegriff von modernem Wohnen. Man träumt von lauen Sommerabenden, an denen sich das Leben wie selbstverständlich nach draussen verlagert. Die gängigen Ratschläge konzentrieren sich dabei oft auf oberflächliche Aspekte: Man solle doch bitte ähnliche Farben verwenden, wetterfeste Materialien wählen und vielleicht ein paar Pflanzen als verbindendes Element platzieren. Diese Tipps sind zwar nicht falsch, kratzen aber nur an der Oberfläche dessen, was ein echtes „Outdoor Living“-Konzept ausmacht.
Die wahre Kunst der Verschmelzung liegt tiefer. Sie entsteht nicht durch eine blosse optische Anpassung, sondern durch eine strategische Auswahl von Hochleistungsmaterialien und multifunktionalen Elementen, die den deutschen Wetterkapriolen nicht nur standhalten, sondern sie für eine ganzjährige Nutzbarkeit managen. Was, wenn der Schlüssel nicht darin liegt, den Regen auszusperren, sondern Polster zu wählen, die nach einem Schauer in Minuten wieder trocken sind? Was, wenn die Beleuchtung nicht nur Helligkeit spendet, sondern gezielt wohnliche Zonen schafft? Es geht darum, die Terrasse als einen vollwertigen Raum zu begreifen, der ebenso durchdacht, komfortabel und funktional ist wie das Interieur.
Dieser Artikel führt Sie als Ihr persönlicher Interior Designer durch die entscheidenden Fragen, die über eine blosse Dekoration hinausgehen. Wir beleuchten die technischen Innovationen bei Materialien, die praktischen Lösungen für Stauraum und Beleuchtung sowie die intelligenten Möglichkeiten der Klimaregulierung. Ziel ist es, Ihnen das Wissen an die Hand zu geben, um eine Terrasse zu schaffen, die nicht nur wie ein Wohnzimmer aussieht, sondern sich auch so anfühlt – an mehr als nur den perfekten Sonnentagen.
Um Ihnen eine klare Orientierung bei der Verwirklichung Ihres Outdoor-Wohnzimmers zu geben, gliedert sich dieser Leitfaden in acht Kernbereiche. Die folgende Übersicht führt Sie direkt zu den entscheidenden Fragen und Antworten für Ihr Projekt.
Inhaltsverzeichnis: Ihr Weg zum perfekten Outdoor-Wohnzimmer
- Sind Outdoor-Teppiche wirklich schimmelfrei, wenn sie den ganzen Sommer im Regen liegen?
- Lohnt sich der Aufpreis für „Quick Dry Foam“, auf den man sich nach dem Regen sofort setzen kann?
- Bioethanol oder Gas: Welches offene Feuer ist auf dem Balkon erlaubt und sicher?
- Wie stimmen Sie die Kissenfarben auf die Blütezeit Ihrer Stauden ab?
- Wo verstauen Sie 12 Sitzkissen wasserdicht, wenn keine Garage vorhanden ist?
- Wie schaffen Sie Wohnzimmer-Atmosphäre im Garten ohne grelle Baustrahler-Optik?
- Wie stark bleicht WPC in den ersten 6 Monaten wirklich aus?
- Wie reguliert eine Lamellen-Pergola die Hitze auf der Südterrasse um bis zu 5 Grad?
Sind Outdoor-Teppiche wirklich schimmelfrei, wenn sie den ganzen Sommer im Regen liegen?
Die Sorge vor Schimmel und Moder ist der häufigste Grund, warum viele vor dem Einsatz von Textilien im Aussenbereich zurückschrecken. Doch moderne Outdoor-Teppiche sind technologisch weit von ihren Pendants für den Innenbereich entfernt. Der Schlüssel liegt im Material: Hochwertige Modelle bestehen aus Kunstfasern wie Polypropylen, die von Natur aus keine Feuchtigkeit aufnehmen. Das bedeutet, das Wasser perlt an der Oberfläche ab oder fliesst direkt durch das Gewebe hindurch, anstatt sich im Inneren festzusetzen. Dadurch wird dem Schimmelpilz die lebensnotwendige, dauerhafte Nässe entzogen.
Zertifizierungen geben hier zusätzliche Sicherheit. Eine Prüfung nach Standards, wie sie der TÜV Rheinland durchführt, bestätigt diese Eigenschaften. So sind laut einer Analyse 100% der TÜV-geprüften Outdoor-Teppiche aus Polypropylen wasserabweisend, was ihre Eignung für den ungeschützten Ausseneinsatz unterstreicht. Dennoch ist die richtige Handhabung entscheidend für eine lange Lebensdauer. Der Teppich sollte auf einem ebenen, gut drainierten Untergrund liegen, sodass sich keine Pfützen darunter bilden können. Regelmässiges Absaugen von Schmutz und gelegentliches Abspülen mit einem Gartenschlauch verhindern, dass organische Materialien wie Blätter oder Pollen eine Grundlage für Schimmelwachstum bieten.
Eine gute Luftzirkulation ist ebenfalls unerlässlich. Auch wenn das Material selbst nicht schimmelt, kann sich unter dem Teppich eingeschlossene Feuchtigkeit stauen und den Bodenbelag angreifen. Ein gelegentliches Anheben oder Aufrollen des Teppichs nach starken Regenfällen zur vollständigen Trocknung des Untergrunds ist daher eine sinnvolle Pflegemassnahme, um die Schönheit und Hygiene des textilen Bodenbelags über viele Saisons zu erhalten.
Lohnt sich der Aufpreis für „Quick Dry Foam“, auf den man sich nach dem Regen sofort setzen kann?
Für Liebhaber des „Outdoor Living“ in Deutschland ist der unbeständige Sommer eine wiederkehrende Herausforderung. Kaum ist der Regenschauer vorbei, möchte man die aufklarende Sonne sofort nutzen – doch die Polster sind durchnässt. Genau hier setzt die Technologie des Quick Dry Foam an. Im Gegensatz zu herkömmlichem Schaumstoff, der Wasser wie ein Schwamm aufsaugt und nur langsam wieder abgibt, besitzt dieser Spezialschaumstoff eine extrem offenporige Struktur. Regenwasser fliesst direkt hindurch, während die gute Luftzirkulation im Inneren für eine schnelle Trocknung sorgt.
Die Investition in diese Technologie ist eine bewusste Entscheidung für mehr Komfort und eine deutlich höhere Nutzungsfrequenz der Outdoor-Möbel. Eine Analyse der Outdoor-Living-Trends 2024 zeigt, dass Quick Dry Foam-Polster im Schnitt 30-40% teurer sind. In regenreichen Regionen Deutschlands, wie beispielsweise Hamburg mit durchschnittlich 133 Regentagen pro Jahr, kann sich dieser Aufpreis jedoch schon in der ersten Saison amortisieren. Die Möglichkeit, die Möbel bereits 30 Minuten nach einem Regenguss wieder nutzen zu können, steigert den Wert der Terrasse als Lebensraum enorm. Es ist der Unterschied zwischen spontaner Nutzung und stundenlangem Warten.
Die folgende Abbildung verdeutlicht den strukturellen Unterschied zwischen den beiden Schaumstoffarten und wie Quick Dry Foam die Feuchtigkeit aktiv ableitet, anstatt sie zu speichern.

Zusätzlich zur schnellen Trocknung verhindert die Struktur von Quick Dry Foam die Bildung von Schimmel und unangenehmen Gerüchen im Polsterkern. In Kombination mit einem wasserabweisenden, aber atmungsaktiven Bezugsstoff entsteht so ein System, das perfekt auf die Anforderungen eines nahtlosen Übergangs von drinnen nach draussen abgestimmt ist – funktional, hygienisch und maximal komfortabel.
Bioethanol oder Gas: Welches offene Feuer ist auf dem Balkon erlaubt und sicher?
Eine Feuerstelle ist der Inbegriff von Gemütlichkeit und verwandelt jede Terrasse in ein stimmungsvolles Outdoor-Wohnzimmer. Auf Balkonen, insbesondere in Mehrfamilienhäusern, sind die rechtlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen jedoch streng. Die Wahl zwischen Bioethanol und Gas ist dabei nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern vor allem der Sicherheit und der Vorschriften. Bioethanol-Kamine sind beliebt, da sie genehmigungsfrei sind und keinen Schornstein benötigen. Sie erzeugen eine echte Flamme, sind aber mit Vorsicht zu geniessen. Die DIN 4734-1 schreibt für Bioethanol-Kamine einen Mindestabstand von 1 Meter zu brennbaren Materialien vor, was auf kleinen Balkonen schnell zur Herausforderung wird. Zudem besteht beim Nachfüllen des Brennstoffs in einen noch warmen Behälter eine erhebliche Verpuffungsgefahr.
Gas-Feuerstellen, betrieben mit Propan- oder Erdgas, gelten als die sicherere Alternative. Modelle mit einem DVGW-Prüfzeichen verfügen über sicherheitsrelevante Bauteile wie eine Zündsicherung, die die Gaszufuhr bei erlöschender Flamme automatisch stoppt. Sie entwickeln weder Rauch noch Russ und bieten oft ein auf Knopfdruck regulierbares Flammenbild. Rechtlich ist hier zu beachten, dass in den meisten Mehrfamilienhäusern die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft (WEG) eingeholt werden muss, auch wenn baurechtlich keine Genehmigung erforderlich ist. Die Hausordnung kann die Nutzung von offenem Feuer generell einschränken.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Nachbarschaftsrecht. Auch wenn eine Feuerstelle grundsätzlich erlaubt ist, dürfen Nachbarn nicht unzumutbar durch Rauch, Russ oder Gerüche belästigt werden. Gemäss § 906 BGB müssen zwar ortsübliche Beeinträchtigungen geduldet werden, bei übermässiger Belästigung können Nachbarn jedoch ein Unterlassungsgebot erwirken. Gas-Feuerstellen sind hier klar im Vorteil, da sie emissionsarm arbeiten und somit das Konfliktpotenzial minimieren.
Wie stimmen Sie die Kissenfarben auf die Blütezeit Ihrer Stauden ab?
Die perfekte Verschmelzung von Wohnraum und Garten zeigt sich im Detail. Anstatt eine statische Farbpalette für die gesamte Saison zu wählen, kann ein dynamisches Kissenkonzept die Terrasse lebendig halten und eine tiefere Verbindung zur umgebenden Natur herstellen. Die Idee ist, die Farben der Accessoires an die wechselnden Blütezeiten der Stauden und Gehölze im Garten anzupassen. So greifen die Textilien die Akzente auf, die die Natur gerade setzt, und schaffen ein harmonisches und sich wandelndes Gesamtbild.
Im Frühling, wenn Tulpen und Narzissen dominieren, könnten Kissen in leuchtendem Gelb und kräftigem Rot die ersten Farbtupfer des Jahres auf die Terrasse holen. Wenn im Frühsommer der Rittersporn und der Lavendel in Blau- und Violetttönen erblühen, wird die Dekoration entsprechend ausgetauscht. Im Hochsommer spiegeln dann Kissen in Orange- und Rottönen die warmen Farben von Sonnenhut (Echinacea) und Phlox wider. Dieser Ansatz erfordert zwar etwas Planung, belohnt aber mit einer Gestaltung, die im Einklang mit den Jahreszeiten atmet.
Die folgende Tabelle bietet eine Hilfestellung, um die passenden Kissenfarben auf die Blütezeit typischer deutscher Gartenstauden abzustimmen. Die RAL-Codes erleichtern die präzise Farbauswahl beim Kauf von Stoffen oder fertigen Kissen.
| Staude | Blütezeit | Blütenfarbe | RAL-Code |
|---|---|---|---|
| Rittersporn | Juni-Juli | Blau | RAL 5015 |
| Sonnenhut | Juli-Sept | Orange | RAL 2003 |
| Phlox | Juli-Aug | Rosa | RAL 3015 |
| Lavendel | Juni-Aug | Violett | RAL 4005 |
Über die reine Farbübereinstimmung hinaus können auch thematische Stimmungen geschaffen werden. Wie Experten für Terrassengestaltung betonen, lassen sich so gezielt Atmosphären erzeugen:
Blau/Weiss für ein maritimes, norddeutsches Flair; Orange/Rot für mediterrane Wärme; Grün/Violett für eine naturnahe, beruhigende Atmosphäre
– Fritz Müller GmbH, Expertentipps zur Terrassengestaltung
Wo verstauen Sie 12 Sitzkissen wasserdicht, wenn keine Garage vorhanden ist?
Die luxuriösesten Outdoor-Polster nützen wenig, wenn die Frage der Aufbewahrung ungelöst bleibt. Gerade in Stadtwohnungen ohne Keller oder Garage wird das Verstauen von voluminösen Sitzkissen schnell zum logistischen Alptraum. Die Lösung liegt in multifunktionalen Stauraummöbeln, die sich nahtlos in das Design der Terrasse integrieren und gleichzeitig ein drängendes praktisches Problem lösen. Anstatt auf unschöne Plastikkisten zurückzugreifen, bieten moderne Aufbewahrungsboxen eine ästhetisch ansprechende und platzsparende Alternative.
Führende Hersteller wie Keter oder Biohort haben sich auf dieses Segment spezialisiert und bieten Lösungen, die speziell auf die Anforderungen und Grössenverhältnisse deutscher Balkone und Terrassen zugeschnitten sind. Diese Boxen sind nicht nur optisch ansprechend, sondern auch mit TÜV-geprüfter Wasserdichtigkeit ausgestattet, sodass die Kissen auch bei starkem Regen absolut trocken bleiben. Ein herausragendes Beispiel für diese multifunktionale Ästhetik ist die Biohort StoreMax 190. Auf einer minimalen Stellfläche von nur 1,9 m² bietet sie Platz für bis zu 15 grosse Sitzkissen. Gleichzeitig ist ihr Deckel so robust konzipiert, dass er mit bis zu 75 kg belastet werden kann und die Box somit als zusätzliche Sitzbank fungiert.
Für besonders schmale Balkone eignen sich vertikale Gartenschränke. Sie nutzen die Höhe des Raumes und können dezent in einer Ecke oder als Sichtschutz zum Nachbarn platziert werden.

Diese intelligenten Stauraumlösungen sind ein Paradebeispiel dafür, wie der Übergang vom Wohnzimmer zur Terrasse gelingt: Sie lösen ein funktionales Problem, ohne Kompromisse bei der Ästhetik einzugehen. Der Stauraum wird unsichtbar in das Gesamtkonzept integriert und schafft so die aufgeräumte, wohnliche Atmosphäre, die man aus dem Innenbereich kennt.
Wie schaffen Sie Wohnzimmer-Atmosphäre im Garten ohne grelle Baustrahler-Optik?
Licht ist der vielleicht mächtigste Faktor, um Emotionen und Atmosphäre zu erzeugen. Ein einzelner, greller Strahler an der Hauswand mag praktisch sein, zerstört aber jede wohnliche Stimmung. Um eine echte Wohnzimmer-Atmosphäre zu schaffen, muss das Lichtkonzept im Aussenbereich genauso differenziert sein wie drinnen. Der Schlüssel liegt in der Schaffung von „Lichtinseln“ und verschiedenen Beleuchtungsebenen, die den Raum strukturieren, Akzente setzen und für eine weiche, indirekte Grundhelligkeit sorgen.
Anstatt einer einzigen Lichtquelle, die alles gleichmässig ausleuchtet, arbeitet ein professionelles Konzept mit verschiedenen Zonen. Eine dimmbare Stehleuchte neben der Lounge-Gruppe spendet Leselicht, während indirekte LED-Strips unter Sitzbänken oder an Pflanzkübeln für eine schwebende Optik und sanfte Orientierung sorgen. Kleine, akkubetriebene Tischleuchten auf Beistelltischen schaffen intime Lichtpunkte, die an ein gemütliches Abendessen bei Kerzenschein erinnern. Gezielt eingesetzte Spots können zudem besondere Pflanzen oder architektonische Details hervorheben und dem Garten Tiefe verleihen.
Die technologische Entwicklung unterstützt diesen Trend. Laut einer aktuellen Marktstudie sind 73% der neuen Terrassenbeleuchtungen im Jahr 2024 Smart-Home-fähig. Dies ermöglicht es, verschiedene Lichtszenarien per App zu steuern – von einer hellen, funktionalen Beleuchtung für das Abendessen bis hin zu einem gedimmten, warmen Licht für den entspannten Ausklang des Abends. Die Farbtemperatur sollte dabei stets im warmweissen Bereich (ca. 2700 Kelvin) liegen, um die als gemütlich empfundene Lichtstimmung einer Glühlampe zu imitieren.
Ihr Plan für eine stimmungsvolle Terrassenbeleuchtung
- Zone 1 – Hauptlicht: Installieren Sie eine dimmbare Stehleuchte mit einer warmweissen Farbtemperatur von 2700 Kelvin direkt neben der zentralen Sitzgruppe.
- Zone 2 – Akzentlicht: Montieren Sie wasserfeste LED-Strips unter Sitzbänken oder entlang von Stufen, um indirektes, schwebendes Licht zu erzeugen.
- Zone 3 – Stimmungslicht: Platzieren Sie mehrere kleine, akkubetriebene Tischleuchten auf Beistelltischen, um intime, flexible Lichtinseln zu schaffen.
- Zone 4 – Pflanzenlicht: Setzen Sie gezielte Spots mit einem hohen Farbwiedergabeindex (CRI>90) ein, um die natürliche Schönheit von Solitärpflanzen oder Bäumen hervorzuheben.
- Zone 5 – Wegelicht: Integrieren Sie unauffällige Bodenstrahler oder Pollerleuchten entlang der Terrassenkanten oder Wege, um Sicherheit und Struktur zu gewährleisten.
Wie stark bleicht WPC in den ersten 6 Monaten wirklich aus?
WPC (Wood-Plastic-Composite) hat sich als beliebter Belag für Terrassen etabliert, die den wohnlichen Charakter von Holz mit der Pflegeleichtigkeit von Kunststoff verbinden sollen. Eine häufige Sorge ist jedoch das Ausbleichen des Materials durch UV-Strahlung. Die gute Nachricht: Bei hochwertigen Produkten ist dieser Effekt kalkulierbar und weitaus geringer als oft befürchtet. Man muss jedoch zwischen verschiedenen WPC-Typen unterscheiden. Besonders co-extrudierte WPC-Dielen zeigen eine deutlich höhere Farbstabilität. Bei dieser Technologie wird der Dielenkern von einer zusätzlichen, widerstandsfähigen Kunststoffschicht umschlossen, die einen effektiven UV-Schutz bietet.
Langzeittests unter typischer deutscher Sonneneinstrahlung (UV-Index 5-7) belegen dies. So zeigen Studien, dass co-extrudiertes WPC in den ersten 6 Monaten um maximal 10-15% ausbleicht. Dieser anfängliche Prozess, auch als „Reifung“ bezeichnet, führt zu einer leichten Aufhellung, nach der sich die Farbe stabilisiert. Bei nicht ummantelten WPC-Dielen der ersten Generation kann der Farbverlust hingegen deutlich stärker ausfallen. Hier spielen die Qualität der Holzfasern und der verwendeten UV-Stabilisatoren eine entscheidende Rolle.
Qualitätssiegel geben eine wichtige Orientierung. WPC-Produkte, die das Gütezeichen der Gütegemeinschaft Holzwerkstoffe e.V. tragen, unterliegen strengen Kontrollen hinsichtlich ihrer Farbbeständigkeit. In vergleichenden Tests zeigten zertifizierte deutsche WPC-Dielen nach sechs Monaten Bewitterung eine Aufhellung von nur 8%, während Billigimporte aus Fernost bis zu 35% ihrer ursprünglichen Farbintensität verloren. Die Investition in ein zertifiziertes Qualitätsprodukt ist somit ein Garant dafür, dass die Terrasse auch nach Jahren noch die gewünschte wohnliche und edle Optik behält.
Das Wichtigste in Kürze
- Funktionalität vor reiner Ästhetik: Investitionen in Technologien wie Quick Dry Foam und co-extrudiertes WPC zahlen sich durch Langlebigkeit und eine erweiterte, wetterunabhängige Nutzbarkeit aus.
- Multifunktionale Lösungen sind der Schlüssel: Möbelstücke, die gleichzeitig als Stauraum dienen, und durchdachte Beleuchtungskonzepte in Zonen maximieren den Komfort und die Wohnlichkeit auf begrenztem Raum.
- Gesetzliche Rahmenbedingungen und Förderungen nutzen: Informieren Sie sich über lokale Vorschriften (z.B. für Feuerstellen) und staatliche Zuschüsse (z.B. KfW-Förderung für Pergolen), um Ihr Projekt rechtssicher und finanziell optimal umzusetzen.
Vom Sonnenschutz zur Klimaoase: Wie eine Lamellen-Pergola Ihre Terrasse transformiert
Eine Lamellen-Pergola ist weit mehr als nur ein luxuriöser Sonnenschutz; sie ist ein aktives Instrument zur Klimaregulierung, das den entscheidenden Unterschied zwischen einer heissen, ungenutzten Fläche und einer angenehmen Wohlfühloase ausmacht. Besonders auf Südterrassen, die im Sommer starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, kann eine solche Konstruktion die gefühlte Temperatur um bis zu 5 Grad Celsius senken. Dieser Effekt beruht auf drei physikalischen Prinzipien, die intelligent zusammenspielen.
Erstens blockieren die geschlossenen Lamellen bis zu 90 % der direkten Sonneneinstrahlung und verhindern so, dass sich der Bodenbelag und die Möbel aufheizen. Dies allein reduziert die Strahlungswärme erheblich. Zweitens entsteht bei leicht geöffneten Lamellen (ca. 15° Neigung) ein Kamineffekt: Die unter der Pergola erwärmte Luft steigt nach oben und kann durch die Lamellen entweichen, während von den Seiten kühlere Luft nachströmt. Dieser ständige Luftaustausch verhindert einen Hitzestau. Drittens wird die Wärmeaufnahme des Bodenbelags selbst unterbrochen, was dessen nächtliche Wärmeabstrahlung reduziert und die Terrasse am Abend schneller abkühlen lässt. Die Kombination dieser Effekte führt zu der messbaren Temperaturreduktion.
Diese Investition in Wohnkomfort wird in Deutschland staatlich anerkannt und gefördert. Fest installierte Pergolen gelten als Massnahme zum sommerlichen Wärmeschutz am Gebäude und sind daher im Rahmen des KfW-Programms für energieeffizientes Sanieren förderfähig. Laut den Bestimmungen können bis zu 20% der Kosten (maximal 12.000 €) förderfähig im KfW-Programm 261/262 sein. Dies macht die Anschaffung einer hochwertigen Pergola nicht nur zu einer gestalterischen, sondern auch zu einer ökonomisch sinnvollen Entscheidung, um die Terrasse in einen ganzjährig nutzbaren Lebensraum zu verwandeln.
Nachdem Sie nun die entscheidenden funktionalen und gestalterischen Aspekte für Ihren fliessenden Übergang nach draussen kennen, beginnt die Phase der konkreten Planung. Ein durchdachtes Konzept, das Materialien, Licht und Funktion vereint, ist der Schlüssel zum Erfolg.
Häufige Fragen zu Feuerstellen auf deutschen Balkonen
Brauche ich eine Genehmigung für eine Gas-Feuerstelle auf dem Balkon?
In Mehrfamilienhäusern ist die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft (WEG) erforderlich, auch wenn baurechtlich keine Genehmigung nötig ist.
Welche Feuerstelle ist sicherer – Bioethanol oder Gas?
Gas-Feuerstellen mit DVGW-Prüfzeichen gelten als sicherer, da sie über Sicherheitsventile und automatische Abschaltungen verfügen.
Wie ist die Rechtslage bei Beschwerden der Nachbarn?
Nach § 906 BGB müssen Nachbarn ortsübliche Beeinträchtigungen dulden, übermässiger Rauch oder Geruch kann jedoch untersagt werden.