
Die wahre Ersparnis durch intelligente Thermostate liegt nicht in einem pauschalen Prozentsatz, sondern in einer ganzheitlichen ROI-Betrachtung, die System-Synergien und staatliche Förderungen einbezieht.
- Die Kombination aus automatischer Heizungs- und Rollladensteuerung maximiert die Energieeffizienz im Sommer wie im Winter.
- Die Investition rechnet sich auch für Mieter oft schon nach der zweiten Heizperiode und schützt vor teuren Folgeschäden wie Schimmel.
Empfehlung: Berechnen Sie Ihre persönliche Amortisationszeit unter Einbezug der BAFA-Förderung und betrachten Sie Ihr Smart Home als Gesamtsystem, nicht als Ansammlung einzelner Geräte.
Die Frage, wie viel Heizkosten sich durch intelligente Thermostate wirklich einsparen lassen, wird oft mit pauschalen Werten von bis zu 30 % beantwortet. Doch diese Zahl allein greift zu kurz. Sie ignoriert die Anschaffungskosten, die individuellen Gegebenheiten Ihres Zuhauses und vor allem das enorme Potenzial, das in der Vernetzung verschiedener smarter Komponenten schlummert. Als Energieberater betrachten wir das Thema daher nicht als Frage des Komforts, sondern als eine handfeste Investitionsentscheidung. Die entscheidende Kennzahl ist nicht die prozentuale Ersparnis, sondern der Return on Investment (ROI) – also die Zeit, nach der sich Ihre Ausgaben durch die eingesparten Nebenkosten amortisiert haben.
Doch die Rechnung ist komplexer als ein einfacher Kosten-Nutzen-Vergleich. Was ist mit den versteckten Kosten, die vermieden werden, etwa durch eine intelligente Schimmelprävention? Und wie schützt man teure Investitionen wie außenliegende Raffstores vor Sturmschäden? Die wahre Stärke eines intelligenten Zuhauses liegt in der System-Synergie. Wenn Ihre Heizung weiß, dass die Rollläden im Sommer herunterfahren, um die Hitze auszusperren, oder wenn die Schlaftemperatur automatisch für maximale Erholung und minimale Kosten geregelt wird, entsteht ein Effizienzgewinn, der weit über das hinausgeht, was ein einzelnes Thermostat leisten kann. Dieser Artikel führt Sie durch eine realistische ROI-Analyse, deckt die wichtigsten Synergieeffekte auf und zeigt Ihnen, wie Sie mit staatlichen Förderungen die Amortisationszeit entscheidend verkürzen.
Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, beleuchten wir in diesem Artikel die entscheidenden Faktoren, die Ihre persönliche Heizkostenersparnis beeinflussen. Von der unerwarteten Effizienz im Sommer über den Schutz Ihrer Investitionen bis hin zu staatlichen Zuschüssen – wir schlüsseln alle relevanten Aspekte für Sie auf.
Inhaltsverzeichnis: Der ROI-Check für smarte Heizsysteme
- Warum ist die automatische Rollladensteuerung im Sommer effektiver als jede Klimaanlage?
- Wie schützt der Windsensor Ihre Raffstores vor Sturmschäden?
- Das Risiko von Schimmel, wenn Sie ungenutzte Räume zu stark auskühlen lassen
- Wie automatisieren Sie Heizkörper, die Sie beim Auszug wieder mitnehmen können?
- Wann wird das Smart Home zu kompliziert für die restlichen Familienmitglieder?
- Wann lohnt sich ein hydraulischer Abgleich, um 10 % Heizkosten zu sparen?
- Warum ist absolute Dunkelheit für die Tiefschlafphase unverzichtbar?
- Wie holen Sie sich bis zu 15 % der Sanierungskosten vom Staat (BAFA/KfW) zurück?
Warum ist die automatische Rollladensteuerung im Sommer effektiver als jede Klimaanlage?
Die größte Kostenfalle im Sommer ist nicht die Hitze selbst, sondern die ineffiziente Methode, sie zu bekämpfen. Mobile Klimageräte sind Energiefresser und treiben die Stromrechnung in die Höhe. Eine weitaus klügere und kostengünstigere Investition ist die intelligente Steuerung Ihrer Rollläden. Anstatt teuer erzeugte Kälte in den Raum zu pumpen, verhindert die Automatisierung, dass die Hitze überhaupt erst durch die Fenster eindringt. Fahren die Rollläden bei starker Sonneneinstrahlung automatisch herunter, bleibt die Raumtemperatur signifikant niedriger – ganz ohne aktiven Energieverbrauch. Diese passive Kühlung ist der Schlüssel zur Optimierung Ihrer Nebenkosten im Sommer.
Eine direkte Gegenüberstellung der Kosten und des Nutzens macht den Unterschied deutlich. Während die Anschaffungs- und Betriebskosten einer Klimaanlage erheblich sind, arbeitet eine Rollladenautomatik nahezu kostenlos und qualifiziert sich sogar für staatliche Förderungen. Die folgende Analyse zeigt, warum die Investition in smarten Sonnenschutz aus finanzieller Sicht überlegen ist, wie eine aktuelle Vergleichsanalyse belegt.
| Kriterium | Klimaanlage | Automatische Rollläden |
|---|---|---|
| Energieeinsparung Heizung | 0% | Bis zu 30% |
| Energieeinsparung Kühlung | – | Bis zu 50% |
| Stromverbrauch pro Tag (Sommer) | 2-10 kWh | < 0,1 kWh |
| Anschaffungskosten | 2.000-5.000€ | 300-600€ pro Fenster |
| KfW-Förderung möglich | Nein | Ja (DIN 4108-2) |
Die Zahlen sprechen für sich: Die Automatisierung ist nicht nur eine Maßnahme zur Komfortsteigerung, sondern ein zentraler Baustein für eine ganzjährige Energieeffizienz. Sie senkt nicht nur die Kühlkosten im Sommer, sondern durch die zusätzliche Dämmwirkung der geschlossenen Rollläden auch die Heizkosten im Winter.
Wie schützt der Windsensor Ihre Raffstores vor Sturmschäden?
Eine Investition in hochwertige außenliegende Sonnenschutzsysteme wie Raffstores oder Markisen kann schnell mehrere tausend Euro betragen. Umso wichtiger ist es, diesen Wert vor den immer häufiger werdenden Wetterextremen zu schützen. Hier kommt der Windsensor ins Spiel, der weit mehr ist als nur ein Komfort-Feature. Er agiert als automatischer Wächter und stellt einen entscheidenden Investitionsschutz dar. Sobald der Sensor Windgeschwindigkeiten registriert, die für die Anlage kritisch werden könnten, fährt er den Sonnenschutz automatisch in eine sichere Position. Dies verhindert teure Schäden an Lamellen, Gelenkarmen und der Befestigung.
Praxisbeispiel: Nachweis gegenüber der Versicherung
Die automatische Schutzfunktion eines Windsensors dient als wichtiger Nachweis gegenüber der Wohngebäudeversicherung bei Sturmereignissen. Im Schadensfall kann der Vorwurf der groben Fahrlässigkeit (z.B. weil die Markise bei einer Sturmwarnung nicht manuell eingefahren wurde) entkräftet werden. Eine Studie der Industrievereinigung Rollladen-Sonnenschutz-Automation (IVRSA) belegt diese Schutzwirkung. Bei Stürmen wie „Sabine“ konnten Schäden durch das rechtzeitige Einfahren der Anlagen verhindert werden, was die Versicherungsabwicklung erheblich vereinfacht.
Die Kosten für einen Windsensor (ca. 150-300 Euro) sind im Vergleich zu den potenziellen Reparaturkosten von über 1.000 Euro oder einem kompletten Austausch marginal. Die Amortisation dieser kleinen Zusatzinvestition findet also nicht durch Energieeinsparung statt, sondern durch die Vermeidung eines einzigen, teuren Schadensfalls. Er ist somit ein unverzichtbarer Bestandteil jeder ROI-Kalkulation für außenliegenden Sonnenschutz.
Das Risiko von Schimmel, wenn Sie ungenutzte Räume zu stark auskühlen lassen
Der gut gemeinte Ratschlag, die Heizung in ungenutzten Räumen komplett abzudrehen, kann sich als teurer Bumerang erweisen. Wenn Wände und Oberflächen zu stark auskühlen, sinkt die Temperatur unter den Taupunkt der Raumluft. Die Folge: Feuchtigkeit kondensiert an diesen kalten Stellen und schafft den idealen Nährboden für Schimmel. Eine Schimmelsanierung ist nicht nur aufwendig und teuer, sondern kann auch gesundheitliche Risiken bergen. Smarte Thermostate bieten hier eine effektive und kostengünstige Präventionsstrategie, indem sie eine minimale Grundtemperatur sicherstellen.
Experten raten dringend davon ab, die Temperatur in Wohnräumen unter eine kritische Grenze fallen zu lassen. Wie der Bundesverband Schimmelpilzsanierung e.V. in seinem Leitfaden zur Schimmelprävention in Wohngebäuden betont:
Bei Altbauten mit Kältebrücken sollte eine minimale Grundtemperatur von 16°C gehalten werden, was günstiger ist als eine spätere Schimmelsanierung.
– Bundesverband Schimmelpilzsanierung e.V., Leitfaden zur Schimmelprävention in Wohngebäuden
Ein smartes Thermostat lässt sich so programmieren, dass diese 16 °C niemals unterschritten werden. Es heizt nur dann minimal, wenn es absolut notwendig ist. Diese gezielte, automatisierte Absicherung ist weitaus günstiger als die Kosten für eine professionelle Schimmelentfernung, die schnell vierstellige Beträge erreichen können. Der ROI smarter Thermostate bemisst sich hier also nicht an der Einsparung, sondern an der Vermeidung hoher Folgekosten.
Ihr Aktionsplan: Schimmelprävention durch intelligente Thermostate
- Programmieren Sie eine Mindesttemperatur von 16°C in allen Räumen, insbesondere in wenig genutzten Bereichen wie Schlafzimmer oder Keller.
- Installieren Sie, falls möglich, Thermostate mit integriertem Hygrometer, um die Luftfeuchtigkeit zu überwachen.
- Aktivieren Sie automatische Lüftungsempfehlungen in Ihrer Smart-Home-App, falls bei kritischen Werten verfügbar.
- Integrieren Sie eine tägliche Stoßlüftungs-Routine von 5-10 Minuten in Ihren automatisierten Zeitplan.
- Führen Sie eine monatliche Kontrolle der Raumklimadaten über die App durch, um Problemzonen frühzeitig zu identifizieren.
Wie automatisieren Sie Heizkörper, die Sie beim Auszug wieder mitnehmen können?
Der Glaube, dass sich eine smarte Heizungssteuerung nur für Immobilienbesitzer lohnt, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Gerade für Mieter, die einen großen Teil der Bevölkerung in Deutschland ausmachen, bieten moderne Systeme eine hervorragende Möglichkeit, die Nebenkosten zu senken – mit einer Investition, die sich schnell amortisiert und beim Umzug einfach mitgenommen werden kann. Der Schlüssel liegt in mobilen Funk-Thermostaten. Diese werden ohne Eingriff in die Bausubstanz einfach auf die vorhandenen Heizkörperventile geschraubt. Die alten Thermostatköpfe bewahrt man auf und montiert sie beim Auszug wieder.

Die Installation ist in der Regel unkompliziert und ohne Fachkenntnisse möglich. Professionelle Hilfe ist selten nötig, was die initialen Investitionskosten niedrig hält. Systeme wie Homematic IP oder Tado sind mit den meisten Standard-Heizkörperventilen (M30x1,5) kompatibel und kosten pro Stück etwa 50 bis 80 Euro. Bei den aktuellen Energiepreisen ist der Return on Investment beeindruckend.
Amortisationsrechnung für Mieter
Eine Analyse der Amortisation mobiler Thermostate zeigt: Bei einer durchschnittlichen Mietdauer von 3-5 Jahren und aktuellen Energiepreisen in Deutschland rechnet sich die Anschaffung oft schon nach der ersten oder zweiten Heizperiode. Eine 3-Zimmer-Wohnung mit fünf Heizkörpern erfordert eine Investition von ca. 250-400 Euro. Bei einer angenommenen Heizkostenersparnis von nur 15 % auf eine Jahresrechnung von 1.500 Euro (also 225 Euro Ersparnis) ist die Investition bereits nach weniger als zwei Jahren amortisiert. Jeder weitere Monat in der Wohnung generiert einen reinen Gewinn.
Diese Flexibilität macht smarte Thermostate zu einer der rentabelsten Investitionen zur Nebenkostensenkung für Mieter. Die Möglichkeit, die teure Hardware einfach in die nächste Wohnung mitzunehmen, eliminiert das Risiko eines finanziellen Verlusts bei einem Umzug.
Wann wird das Smart Home zu kompliziert für die restlichen Familienmitglieder?
Der beste Sparplan und der höchste ROI sind wertlos, wenn das System im Alltag nicht genutzt wird. Die größte Hürde für die Akzeptanz eines Smart Homes ist oft eine zu hohe Komplexität. Wenn Partner, Kinder oder gelegentliche Besucher (wie Babysitter oder Großeltern) die grundlegenden Funktionen nicht intuitiv bedienen können, wird die Automatisierung schnell zur Frustration. Ein überladenes System mit unzähligen Szenarien und der ausschließlichen Bedienung per App führt oft dazu, dass die Nutzer auf alte Gewohnheiten zurückfallen und die Thermostate manuell aufdrehen – und damit jede Ersparnis zunichtemachen. Die Benutzerfreundlichkeit ist daher ein entscheidender Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg Ihrer Investition.
Ein familienfreundliches Smart Home zeichnet sich nicht durch die maximale Anzahl an Funktionen aus, sondern durch Klarheit und Einfachheit. Der Fokus sollte auf wenigen, aber wirklich nützlichen Automatisierungen liegen, die den Alltag erleichtern. Ein „Guten Morgen“-Szenario, das die Temperatur im Bad und in der Küche anhebt, ist verständlich und hilfreich. Ein komplexes Regelwerk für jeden einzelnen Wochentag und jede Uhrzeit kann hingegen schnell überfordern. Entscheidend ist zudem, dass es immer einen einfachen, analogen Weg zur Steuerung gibt. Ein klassisches Drehrad am Thermostat selbst, um die Temperatur manuell anzupassen, ist ein unverzichtbares Sicherheitsnetz für weniger technikaffine Nutzer.
Checkliste: So gestalten Sie Ihr Smart Home familienfreundlich
- Ermöglichen Sie immer eine simple, analoge Übersteuerung direkt am Thermostat, ohne dass eine App benötigt wird.
- Richten Sie maximal 3-4 einfache und klar benannte Szenarien für den Alltag ein (z.B. „Abwesend“, „Zuhause“, „Nacht“).
- Konfigurieren Sie einen einfachen „Gast-Modus“ oder eine feste Temperatur, die für Besucher leicht verständlich ist.
- Richten Sie Sprachsteuerung (z.B. via Alexa oder Google Assistant) als optionale, einfache Alternative zur App ein, aber nicht als alleinige Bedienmöglichkeit.
- Bieten Sie bei Bedarf eine kurze, wöchentliche „Tech-Sprechstunde“ an, um Fragen von Familienmitgliedern in entspannter Atmosphäre zu klären.
Ein Smart Home ist dann erfolgreich, wenn es im Hintergrund agiert und den Alltag unbemerkt verbessert. Sobald es ständige Aufmerksamkeit und komplizierte Eingaben erfordert, verliert es seine Akzeptanz und damit seine Wirtschaftlichkeit.
Wann lohnt sich ein hydraulischer Abgleich, um 10 % Heizkosten zu sparen?
Intelligente Thermostate können ihr volles Potenzial nur entfalten, wenn das Heizsystem als Ganzes korrekt eingestellt ist. Das häufigste Problem in Bestandsgebäuden ist ein fehlender hydraulischer Abgleich. Ohne diesen werden die Heizkörper, die nah an der Heizungspumpe liegen, mit zu viel heißem Wasser versorgt und überhitzen, während weit entfernte Heizkörper kaum warm werden. Die Bewohner drehen dann die Thermostate der kalten Räume voll auf, die Pumpe arbeitet unter Volllast und enorme Mengen an Energie werden verschwendet. Typische Symptome sind unterschiedlich warme Heizkörper und störende Fließ- oder Pfeifgeräusche in den Rohren.
Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper genau die Menge an Wasser erhält, die er benötigt, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Diese Maßnahme allein kann die Heizkosten um bis zu 10 % senken. In Kombination mit smarten Thermostaten entsteht eine maximale Effizienz: Der Abgleich schafft die perfekte Grundlage, auf der die intelligente Steuerung dann präzise und energiesparend agieren kann. Die Investition in den Abgleich (ca. 650 bis 1.250 Euro für ein Einfamilienhaus) ist daher keine Alternative, sondern eine Voraussetzung für die optimale Funktion Ihrer smarten Heizung. Man kann es mit einem Auto vergleichen: Smarte Thermostate sind der präzise Tempomat, aber der hydraulische Abgleich ist die grundlegende Spureinstellung der Reifen – ohne sie fährt das Auto nie wirklich effizient.
Der Staat hat die enorme Bedeutung dieser Maßnahme erkannt und fördert sie großzügig. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst den hydraulischen Abgleich im Rahmen der „Heizungsoptimierung“. Die Mindestinvestition für eine Förderung liegt bei nur 300 Euro brutto. Damit wird die Maßnahme finanziell noch attraktiver und die Amortisationszeit verkürzt sich erheblich, was sie zu einem unverzichtbaren Teil jeder ernsthaften ROI-Betrachtung macht.
Warum ist absolute Dunkelheit für die Tiefschlafphase unverzichtbar?
Energieeffizienz und persönliches Wohlbefinden sind zwei Seiten derselben Medaille. Eine optimale Schlafqualität ist nicht nur entscheidend für unsere Gesundheit, sondern auch ein Hebel zur Energiekostensenkung. Unser Körper benötigt für die regenerative Tiefschlafphase absolute Dunkelheit, da schon kleinste Lichtquellen die Produktion des Schlafhormons Melatonin stören können. Hier zeigt sich die Stärke der System-Synergie im Smart Home: die intelligente Verknüpfung von Rollladensteuerung und Heizungsregelung. Eine „Perfekter Schlaf“-Routine sorgt nicht nur für Dunkelheit, sondern auch für die ideale Schlaftemperatur und spart dabei bares Geld.
Beispiel einer automatisierten „Perfekter Schlaf“-Routine
Eine Familie aus München nutzt eine solche Routine: Um 22:00 Uhr fahren alle Rollläden im Schlafzimmer automatisch herunter und schaffen komplette Dunkelheit. Gleichzeitig sorgen sie für eine zusätzliche Isolationsschicht am Fenster, die im Winter Wärmeverluste und im Sommer das Eindringen von Wärme minimiert. Parallel regelt das smarte Thermostat die Heizung auf die von Schlafmedizinern in Deutschland empfohlene Temperatur von 18 °C herunter. Diese Kombination verbessert nachweislich die Schlafqualität und senkt den Energieverbrauch während der Nachtstunden auf ein Minimum.
Diese ganzheitliche Betrachtung ist es, die den größten finanziellen Hebel freisetzt. Es geht nicht nur darum, einen Raum zu heizen, sondern darum, ein optimales Raumklima für eine bestimmte Nutzung (in diesem Fall Schlaf) mit minimalem Energieaufwand zu schaffen. Die Verknüpfung aller Komponenten – Heizung, Beschattung, Beleuchtung – führt zu einer Effizienz, die die Summe der Einzelteile übersteigt. Eine Studie des Fraunhofer Instituts für Bauphysik aus dem Jahr 2018 bestätigt, dass all diese smarten Heiz-Maßnahmen zusammen zu einer beeindruckenden Energie-Ersparnis führen können.
Das Wichtigste in Kürze
- Der wahre Wert smarter Thermostate liegt im ganzheitlichen ROI, der über die reine Heizkostenersparnis hinausgeht.
- System-Synergien, wie die Kombination von Heizungs- und Rollladensteuerung, sind der größte Hebel zur Maximierung der Effizienz.
- Investitionsschutz (z.B. durch Windsensoren) und die Vermeidung von Folgekosten (z.B. Schimmel) sind entscheidende, oft übersehene Faktoren in der Amortisationsrechnung.
Wie holen Sie sich bis zu 15 % der Sanierungskosten vom Staat (BAFA/KfW) zurück?
Die klügste Investition ist die, bei der man einen Teil der Kosten direkt vom Staat zurückbekommt. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) attraktive Zuschüsse für die Heizungsoptimierung. Dies schließt nicht nur den bereits erwähnten hydraulischen Abgleich ein, sondern auch den Einbau smarter Thermostate, sofern er im Zuge dieser Maßnahme erfolgt. Dieser staatliche Zuschuss verbessert Ihren Return on Investment (ROI) dramatisch und sollte in keiner Kalkulation fehlen. Aktuell können Sie mit einem Zuschuss von 15 % auf die förderfähigen Kosten rechnen. Wenn die Maßnahme Teil eines zuvor erstellten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) ist, erhöht sich der Zuschuss sogar um weitere 5 Prozentpunkte.
Die Beantragung der Förderung mag auf den ersten Blick bürokratisch wirken, ist aber mit der richtigen Vorbereitung unkompliziert. Der wichtigste Grundsatz lautet: Erst beantragen, dann beauftragen! Sie dürfen den Auftrag an das Fachunternehmen erst vergeben, nachdem Sie den Antrag beim BAFA gestellt und eine Bestätigung erhalten haben. Eine nachträgliche Förderung ist ausgeschlossen. Die folgende Anleitung fasst die wesentlichen Schritte zusammen und hilft Ihnen, Fehler zu vermeiden.
Ihr Fahrplan zum BAFA-Zuschuss für die Heizungsoptimierung
- Holen Sie ein oder mehrere Angebote bei qualifizierten Fachunternehmen ein. Wichtig: Vergeben Sie den Auftrag noch nicht!
- Lesen Sie das offizielle Merkblatt zur Antragstellung auf der BAFA-Website sorgfältig und füllen Sie das Online-Antragsformular aus.
- Nach dem Absenden erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit einem Aktivierungslink. Schalten Sie damit Ihren Zugang zum BAFA-Portal frei.
- Warten Sie den offiziellen Zuwendungsbescheid ab. Erst wenn Sie diesen erhalten haben, dürfen Sie den Auftrag rechtssicher vergeben und die Maßnahme durchführen lassen.
- Reichen Sie nach Abschluss der Arbeiten den Verwendungsnachweis (Rechnungen etc.) online über das BAFA-Portal ein, spätestens 6 Monate nach Ende des Bewilligungszeitraums. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt dann auf Ihr Konto.
Um eine fundierte Entscheidung für Ihr Zuhause zu treffen, bewerten Sie jetzt die Rentabilität einer smarten Heizungsmodernisierung unter Einbeziehung aller hier genannten Faktoren – von System-Synergien bis hin zu den attraktiven staatlichen Förderprogrammen.
Häufig gestellte Fragen zu smarten Heiz- und Sonnenschutzsystemen
Ab welcher Windstärke reagiert ein Windsensor?
Moderne Windsensoren für Raffstores und Markisen reagieren typischerweise ab einer Windgeschwindigkeit von 29-49 km/h, was der Windstärke 5 bis 6 auf der Beaufortskala entspricht, und fahren den Sonnenschutz automatisch in eine sichere Position.
Was kostet die Nachrüstung eines Windsensors?
Die reinen Materialkosten für einen Windsensor liegen je nach Modell und Hersteller zwischen 150 und 300 Euro, zuzüglich der Installationskosten. Dies ist eine geringe Investition im Vergleich zu den Reparaturkosten eines sturmbeschädigten Raffstores, die oft über 1.000 Euro betragen.
Kann ich den Windsensor bei Bedarf übersteuern?
Nein, aus Sicherheitsgründen hat die automatische Schutzfunktion des Windsensors immer Priorität. Während eines Sturms kann die Automatik nicht manuell übersteuert werden, um zu verhindern, dass der Sonnenschutz versehentlich ausgefahren und beschädigt wird.
Welche Symptome deuten auf einen fehlenden hydraulischen Abgleich hin?
Typische Anzeichen sind Heizkörper, die trotz voll aufgedrehtem Ventil nicht richtig warm werden, während andere überhitzen. Auch laute Fließ-, Glucker- oder Pfeifgeräusche in den Heizungsrohren und ein unnötig hoher Stromverbrauch der Heizungspumpe deuten stark auf einen fehlenden Abgleich hin.
Wie hoch ist die Mindestinvestition für eine BAFA-Förderung des hydraulischen Abgleichs?
Um die staatliche Förderung des BAFA für einen hydraulischen Abgleich in Anspruch nehmen zu können, müssen die förderfähigen Kosten der Maßnahme bei mindestens 300 Euro brutto liegen.